AirPods 4 im Test
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Die AirPods 4 sind im Test 2026 die richtige Wahl für iPhone-Nutzer, die keine Silikonaufsätze im Ohr mögen und einfach unkomplizierte, gut klingende Ohrhörer wollen. Die Version mit aktiver Geräuschunterdrückung lohnt sich für alle, die regelmäßig Bahn oder Bus fahren, denn sie dämpft tiefes Brummen spürbar und bringt das bessere Ladecase mit. Wer echte Ruhe braucht oder Android nutzt, sollte zu abdichtenden In-Ears greifen.
Apple AirPods 4 mit aktiver Geräuschunterdrückung
Ideal für: iPhone-Nutzer ohne Lust auf Ohrstöpsel
- Offener Sitz ohne Druckgefühl
- ANC und Transparenzmodus
- Case mit kabellosem Laden und Lautsprecher
- ANC deutlich schwächer als bei abdichtenden In-Ears
- Sitz nicht für jedes Ohr stabil
- Viele Funktionen nur mit Apple-Geräten
Die ANC-Version ist die sinnvollere der beiden AirPods 4, weil sie im Alltag mehr Ruhe und das komfortablere Case bietet. Sie bleibt aber ein offener Ohrhörer mit den typischen Grenzen dieser Bauform.
AirPods 4 mit oder ohne ANC: Was ist der Unterschied?
Apple verkauft die AirPods 4 in zwei Versionen, die äußerlich gleich aussehen. Beide nutzen den H2-Chip, beide haben dieselbe Form und denselben Klang. Die Unterschiede stecken in der Ausstattung.
| Funktion | AirPods 4 | AirPods 4 mit ANC |
|---|---|---|
| Aktive Geräuschunterdrückung | Nein | Ja |
| Transparenzmodus und adaptiver Modus | Nein | Ja |
| Gesprächserkennung | Nein | Ja |
| Kabelloses Laden des Case | Nein, nur USB-C | Ja, Qi und Apple-Watch-Ladegerät |
| Lautsprecher im Case für die Suche | Nein | Ja |
Unsere Einschätzung: Wenn du die AirPods 4 fast nur zu Hause, beim Spazierengehen oder im Büro nutzt, reicht die Basisversion. Sobald du pendelst oder fliegst, ist die ANC-Version die bessere Wahl. Der Aufpreis bringt nicht nur mehr Ruhe, sondern auch das praktischere Case.
Design und Tragekomfort: Wie sitzen Halb-In-Ears?
Die AirPods 4 sind sogenannte Halb-In-Ears. Sie liegen in der Ohrmuschel und ragen leicht in den Gehörgang, verschließen ihn aber nicht mit einem Aufsatz. Viele Menschen empfinden das als angenehmer, weil kein Druck im Ohr entsteht und die eigene Stimme beim Sprechen nicht dumpf klingt.
Apple hat die Form gegenüber den AirPods 3 überarbeitet. Sie ist etwas kompakter und soll in mehr Ohren stabil sitzen. Im Alltag zeigt sich trotzdem: Ob die AirPods 4 halten, hängt stark von deiner Ohrform ab. Bei manchen sitzen sie beim Joggen fest, bei anderen rutschen sie schon beim Kauen. Austauschbare Aufsätze, mit denen du die Passform anpassen könntest, gibt es nicht.
Die Ohrhörer sind nach IP54 gegen Staub, Schweiß und Spritzwasser geschützt. Für Training und Regen reicht das, Untertauchen vertragen sie nicht. Das Case ist deutlich kleiner als das der AirPods Pro und passt auch in kleine Hosentaschen. Einen sichtbaren Kopplungsknopf hat es nicht mehr, eine berührungsempfindliche Fläche an der Vorderseite übernimmt diese Aufgabe.
Klang: Was können die AirPods 4?
Klanglich sind die AirPods 4 eine deutliche Verbesserung gegenüber den AirPods 2 und 3. Stimmen klingen klar, Höhen sauber, und die Abstimmung wirkt insgesamt ausgewogen. Für Podcasts, Hörbücher und Pop-Musik ist das mehr als ausreichend.
Die Grenze setzt die Bauform. Weil der Gehörgang nicht abgedichtet ist, entweicht Bass, und in lauter Umgebung geht er schnell unter. Wer Wert auf Tiefgang bei elektronischer Musik oder Hip-Hop legt, wird mit abdichtenden In-Ears zufriedener. Ein Equalizer fehlt, der adaptive EQ passt den Klang automatisch an.
3D-Audio mit Kopfbewegungserkennung ist an Bord. Bei Filmen auf dem iPad sorgt das für ein räumlicheres Erlebnis, bei Musik bleibt es Geschmackssache. Die Übertragung läuft per AAC, hochauflösende Codecs werden nicht unterstützt.
Noise Cancelling und Transparenzmodus
Aktive Geräuschunterdrückung (ANC) in offenen Ohrhörern ist eine technische Herausforderung, denn ohne Abdichtung kommt viel Umgebungslärm am Mikrofon vorbei. Apple löst das erstaunlich gut: Tiefes Brummen von Bahn, Bus oder Klimaanlage wird hörbar leiser. Stimmen, Tastaturklappern und hohe Geräusche bleiben dagegen deutlich präsent.
Realistisch betrachtet macht das ANC der AirPods 4 den Weg zur Arbeit angenehmer, aber nicht still. Wer im Flugzeug oder Großraumbüro Ruhe braucht, ist mit den AirPods Pro 3 deutlich besser bedient. Der Transparenzmodus fällt bei offenen Ohrhörern naturgemäß weniger auf, weil du ohnehin viel mitbekommst. Der adaptive Modus mischt beide Varianten je nach Umgebung.
Mikrofon und Telefonie
Für Telefonate eignen sich die AirPods 4 gut. Apple nutzt Sprachisolierung, die Hintergrundgeräusche aus deiner Stimme herausfiltert. In ruhiger Umgebung klingst du natürlich, an der Straße bleibt die Verständlichkeit hoch, auch wenn deine Stimme etwas gefiltert wirkt. Wind bleibt die größte Schwäche.
Anrufe nimmst du per Druck auf den Stiel an oder per Kopfnicken, Ablehnen klappt per Kopfschütteln. Das ist praktisch, wenn du gerade die Hände voll hast.
Akku und Laden
Apple gibt für die Ohrhörer bis zu fünf Stunden Wiedergabe an, mit eingeschaltetem ANC etwas weniger. Mit dem Case summiert sich die Laufzeit auf bis zu 30 Stunden, bei der ANC-Version mit aktivierter Geräuschunterdrückung fällt auch dieser Wert niedriger aus. Für einen Arbeitstag mit Pendelstrecke reicht das, für einen Langstreckenflug nicht ohne Zwischenladen.
Beide Versionen laden per USB-C. Nur das Case der ANC-Version lässt sich auch kabellos laden, etwa auf einer Qi-Matte oder mit dem Ladegerät der Apple Watch. Das Case der ANC-Version hat zudem einen Lautsprecher, damit du es über die Wo-ist-App wiederfindest.
App, Bedienung und Verbindung
Am iPhone gelingt die Kopplung mit einem Fingertipp: Case öffnen, Verbinden bestätigen, fertig. Über deine Apple-ID stehen die AirPods 4 danach auch auf iPad, Mac und Apple Watch zur Verfügung. Einstellungen findest du direkt in den iPhone-Einstellungen, eine separate App gibt es nicht.
Gesteuert wird über einen Drucksensor im Stiel: einmal drücken für Pause, zweimal für den nächsten Titel. Eine Lautstärkeregelung per Wischgeste wie bei den AirPods Pro fehlt; die Lautstärke regelst du am Gerät oder per Siri.
An Android-Smartphones lassen sich die AirPods 4 als normale Bluetooth-Ohrhörer nutzen. ANC lässt sich bei der ANC-Version über den Stiel umschalten, die meisten Komfortfunktionen fehlen aber.
Technische Daten der AirPods 4
| Merkmal | AirPods 4 (beide Versionen) |
|---|---|
| Bauform | Halb-In-Ear, True Wireless |
| Chip | Apple H2 |
| Laufzeit Ohrhörer | bis zu 5 Stunden (Herstellerangabe) |
| Gesamtlaufzeit mit Case | bis zu 30 Stunden (Herstellerangabe) |
| Wasserschutz Ohrhörer | IP54 |
| Codec | AAC |
| Anschluss Case | USB-C |
Lohnt sich der Wechsel von älteren AirPods?
Wer noch AirPods der zweiten oder dritten Generation nutzt, merkt den Fortschritt deutlich: besserer Klang, USB-C statt Lightning, Spritzwasserschutz und mit dem H2-Chip eine stabilere Verbindung sowie Sprachisolierung beim Telefonieren. Bei stark gealterten Akkus ist der Wechsel ohnehin sinnvoll, weil sich die Ohrhörer nicht wirtschaftlich reparieren lassen.
Wenn deine bisherigen AirPods noch gut halten und lange genug laufen, gibt es keinen Zwang. Prüfe vor allem, ob dir die neue Form gleich gut passt, denn sie unterscheidet sich etwas von früheren Modellen.
Alternativen zu den AirPods 4
Wenn dir der offene Sitz nicht wichtig ist, bekommst du mit abdichtenden In-Ears deutlich mehr Ruhe und Bass. Die naheliegende Alternative sind die AirPods Pro 3, die wir ausführlich im Test AirPods Pro 3 im Test beschreiben. Für Zuhause und Reisen bietet Apple außerdem den Over-Ear, den wir unter AirPods Max 2 im Test einordnen. Einen Überblick über die ganze Produktfamilie findest du bei den Apple-Kopfhörer.
Apple AirPods Pro 3
Ideal für: Pendler und Vielflieger mit iPhone
- Deutlich stärkeres ANC
- Fünf Aufsatzgrößen
- Pulsmessung und IP57
- Silikonaufsätze im Ohr nicht für jeden angenehm
- Kein hochauflösender Codec
Der logische Aufstieg, wenn dir das ANC der AirPods 4 zu schwach ist. Mehr Bass, mehr Ruhe und mehr Funktionen, dafür mit Aufsätzen im Gehörgang.
Apple AirPods 4
Ideal für: Gelegenheitshörer zu Hause und im Büro
- Leicht und unauffällig
- Kompaktes Case
- Natürliches Hörgefühl
- Kein ANC
- Kein kabelloses Laden des Case
Die Basisversion reicht, wenn du selten in lauter Umgebung unterwegs bist und vor allem Podcasts, Telefonate und Musik nebenbei hörst.
Wer statt In-Ears lieber einen Over-Ear mit Spitzen-ANC nutzt und nicht an Apple gebunden ist, sollte sich den Sony WH-1000XM6 im Test ansehen. Die Unterschiede zwischen den beiden Apple-In-Ears vertiefen wir unter AirPods Pro 3 oder AirPods 4?. Alle Testsieger nach Kategorie zeigt unser Kopfhörer-Test 2026.
Fazit: Für wen lohnen sich die AirPods 4?
Die AirPods 4 sind die angenehmsten AirPods für alle, die das Gefühl von Stöpseln im Ohr nicht mögen. Sie klingen deutlich besser als frühere offene AirPods, verbinden sich mühelos mit Apple-Geräten und passen in jede Tasche. Die ANC-Version ist für die meisten Käufer die bessere Wahl, weil sie im Alltag spürbar mehr Ruhe und das komfortablere Case bietet.
Nicht passen die AirPods 4 für Menschen, deren Ohren offene Ohrhörer nicht halten, für Vielflieger mit hohem Ruhebedürfnis und für Bassliebhaber. Android-Nutzer zahlen für Funktionen, die sie kaum nutzen können, und sind mit anderen Herstellern besser beraten.
Häufige Fragen
Lohnen sich die AirPods 4 mit ANC?
Ja, wenn du regelmäßig pendelst oder in lauter Umgebung hörst. Das ANC dämpft vor allem tiefes Brummen spürbar, und das Case lässt sich kabellos laden und orten. Wer die AirPods nur zu Hause nutzt, kommt mit der Basisversion aus.
Fallen die AirPods 4 leicht aus dem Ohr?
Das hängt von der Ohrform ab. Die AirPods 4 haben keine Aufsätze und liegen nur in der Ohrmuschel. Bei vielen sitzen sie stabil, bei manchen rutschen sie bei Bewegung. Wenn möglich, probiere sie vor dem Kauf aus oder nutze das Rückgaberecht.
Ist das ANC der AirPods 4 so gut wie bei den AirPods Pro?
Nein. Weil der Gehörgang offen bleibt, dämpfen die AirPods 4 deutlich weniger Lärm als die AirPods Pro 3. Bahn- und Motorbrummen werden leiser, Stimmen und hohe Geräusche bleiben gut hörbar.
Kann man die AirPods 4 zum Sport nutzen?
Für leichtes Training ja, denn die Ohrhörer sind gegen Schweiß und Spritzwasser geschützt. Ob sie beim Laufen sicher halten, hängt von deinen Ohren ab. Für intensiven Sport sind Modelle mit Ohrbügeln oder abdichtenden Aufsätzen meist zuverlässiger.